Hormontest TestosteronWenn Du fünf oder mehr Symptome in dieser Kategorie hast, reagierst Du wahrscheinlich auf endokrine Disruptoren. Und ich erkläre Dir natürlich, was genau das ist.

Unter diesem Begriff versteht man Substanzen, die den Stoffwechsel blockieren können. Das kann einmal die Blockade von Hormonrezeptoren sein. Aber auch eine, Verlangsamung oder Beschleunigung von Enzymreaktionen, die ein Hormon in ein anderes umwandeln, fallen in diese Kategorie.

Zu den Androgen-Disruptoren zählen Bisphenol A, Phthalate und Mykotoxine. Sie können zu einem Anstieg des Testosteronspiegels führen. Da Testosteron ein männliches Sexualhormon ist, können wir als Frauen nicht so viel damit anfangen.

Östrogen-Disruptoren sind Chemikalien, die Östrogen auf toxische Weise nachahmen, Leider kommen wir im Alltag mit vielen davon in Kontakt: Kassenzetteln über Nahrungsmittelkonserven, Gegenständen aus Plastik und Pestizide sind nur einige Beispiele. Die Folgen sind ebenso vielfältig: weiblicher Unfruchtbarkeit, Ovulationsstörungen, Fehlgeburten, Endometriose, Übergewicht, Diabetes und ein Anstieg von bestimmten Krebsarten. Auch wenn einige dieser Folgen ab den Wechseljahren nicht mehr so relevant sind, ist jedes hormonelle Ungleichgewicht mit Problemen verbunden.

Schilddrüsenhormon-Disruptoren: Vielleicht ist Dir auch schon aufgefallen, dass immer mehr Menschen an Autoimmunkrankheiten leiden, zum Beispiel an Hashimoto Thyreoiditis. Wahrscheinlich kennt jeder von uns jemanden, der darunter leidet.

Laut eine US Studie leiden 20 Prozent der Menschen, die am stärksten mit Umweltgiften belastet waren, bis zu zehn Prozent mehr Funktionsstörungen der Schilddrüse als jene 20 Prozent mit den geringsten Belastungen. Die häufigsten Belastungen durch Schilddrüsenhormon-Disruptoren erfolgen über Flammschutzmittel, und die größten Übeltäter befinden sich im Haus und in den Möbeln am Arbeitsplatz.

Gemischte Hormondisruptoren: Manche stoffwechselblockierenden Substanzen wie Bisphenol A (BPA) fördern die Gewichtszunahme über mehrere hormonelle Wege. BPA stört die Funktion von Östrogen, Schilddrüsenhormonen, Androgenen, Adiponektin, Leptin und Ghrelin im menschlichen Körper.

So kannst Du Deine Ernährung und Deinen Lebensstil anpassen

Unter normalen Umständen ist unser Körper sehr wohl in der Lage zu entgiften. Ohne irgendwelchen Detox Maßnahmen.

Leber, Darm, Haut, Nieren und Lungen sind die wichtigsten Entgiftungsorgane. Solange wir die gesund erhalten und nach Kräften unterstützen, sollten wir die Toxine im Griff haben. Ja, gerade die Lunge spielt eine große Rolle und wir können sie durch Sport, Schwitzen und Atemübungen bei der Entgiftungsfunktion unterstützen.

Wenn Du hier in dieser Kategorie viele Symptome aufweist, macht es Sinn, den sogenannten Alaninaminotransferasetest (ALT), für die Leber zu machen. Dieser Test zeigt an, ob die Leber eventuell erkrankt oder verletzt ist. Wenn die Werte nicht in Ordnung sind, werden noch weitere Untersuchungen gemacht, um Hinweise auf die Ursache zu bekommen.

Diesmal gibt es kein einzelnes Nahrungsmittel, dass Du gezielt zeitweise eliminieren kannst. Wenn Dein Körper Anzeichen von zu vielen Toxinen zeigt, musst Du von allen Seiten ansetzen.

Daher rate ich, in diesem Fall das komplette 3 Wochenprogramm zu absolvieren und nach und nach alle anderen „Störenfriede“ anzugehen: Östrogen Dominanz, (Fleisch, Alkohol), Insulinresistenz (Zucker), Leptinresistenz (Fructose), ein chronischer Cortisol Überschuss (Koffein, Stressbewältigung), Schilddüsenträgheit (Weizen- und Getreideprodukte), Wachstumshormone (Milchprodukte).

Ansonsten kannst Du hier die allgemeinen Empfehlungen einer gesunden Ernährung anwenden, solltest aber ganz besonders auf qualitativ hochwertige Nahrungsmittel achten. Ferner kommt hier auch die Problematik von Kunststoffverpackungen auf. Wenn es irgendwie geht, darauf verzichten.

Weiterhin rate ich, zumindest für den Zeitraum von 3 Wochen konsequent auf Fast Food und Fertigprodukte mit Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärkern und allen chemischen Zusätzen zu verzichten. Wenn Du magst, kannst Du Dir ja ein Video darüber anschauen, das Teil eines meiner Kurse ist: Fastfood (Passwort: everybodyknows).

Genügend Protein (Eiweiß):

Schon zum Frühstück solltest Du etwas Proteinhaltiges essen, damit der Appetit oder Heißhunger unter Kontrolle bleibt. Wenn der Blutzuckerspiegel stark schwankt, kann es zu Heißhungerattacken kommen. Das Tagesziel sollten etwa 100 g Protein sein. Hier kannst Du Dir eine Tabelle mit guten Proteinquellen herunterladen. Vorsicht: alle Milch- und Käseprodukte fallen hier natürlich für einige Zeit weg.

Gemüse:

Gemüse enthält viele Ballaststoffe und gute Antioxidantien. Dein Tagesziel kann ein Pfund und mehr Gemüse sein, aufgeteilt auf alle Mahlzeiten.  Wenn Du keine Probleme mit einer Leptinresistenz hast (eine andere Kategorie in diesem Hormon Test) ist frisches Obst kein Problem.

Spätestens bei dem Thema „Toxine“ solltest Du Dich etwas näher mit den Mikronährstoffen (Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente) vertraut machen.

Bestimmte Mikronährstoffe spielen eine wichtige Rolle bei der Entgiftung. Allerdings macht es keinen Sinn, die auf gut Glück zu nehmen. Auf dem YouTube Kanal von Lemondays habe ich einige Vorträge zu den verschiedenen Mikronährstoffen hochgeladen. Unter den Videos findest Du auch die Links zu meinen Blogartikeln zu diesem Thema.

Gute Fette:

Damit der Stoffwechsel sich regulieren kann, brauchen die meisten Menschen mehr gesundes Fett. Gute Quellen sind Kokosnuss und Kokosöl, Butter, Nüsse und tierische Fette. Hier kannst Du Dir eine Tabelle mit guten Fetten runterladen.

Alkohol:

Wenn Dein Körper mit chronischen Entzündungen kämpft, gib ihm eine 3-wöchige Alkoholpause. Wir sollten nie vergessen, dass Alkohol, egal ob als Glas Wein oder Whisky, ein Gift für den Körper ist. Das muss immer zuerst abgebaut werden. Alles, was man zeitgleich isst, muss warten. Wird die Energie dann nicht gebraucht, da Alkohol selbst ja auch Kalorien enthält (rund 7,1 Kalorien pro Gramm), wandert so Einiges auf die Hüften. Und mal ehrlich: wie schnell kommt es nach Alkoholgenuss zur „Ach ist ja egal“ Einstellung?

…und das solltest Du neben der Ernährung machen

Wenn Du unter Toxinen leidest, musst Du das Problem von allen Seiten angehen. Im Prinzip könnte ich jetzt ein ganzes Buch darüber schreiben, aber wenn Du mit kleinen Schritten anfängst, kommst Du schon sehr weit.

Bewegung ist eine der Maßnahmen, um unseren Körper zu unterstützen. Hier lassen sich regelmäßig kleine Einheiten in Deinen Tagesablauf einbauen: ein Spaziergang um den Block, Treppen, statt Aufzug, Kniebeugen beim Zähneputzen – es gibt viele Möglichkeiten.

Bei gleichmäßiger Bewegung nimmst Du nicht nur mehr Sauerstoff auf, Du baust auch aktiv Cortisol und Adrenalin ab.

Es gibt viele Möglichkeiten, aktiv an der Stressbewältigung zu arbeiten. Auf YouTube habe ich ein Video eingestellt, dass Dir einige Anregungen gibt: „Warum Stress dick macht – und was Du dagegen tun kannst

Als „Sofortmaßnahme“ in einer Stresssituation hilft tiefes und bewusstes Atmen. Du kennst wahrscheinlich den Ausspruch: „Jetzt atme erst mal tief durch“. Ja, das hilft und wirkt Wunder!

Wunschgewicht und Wechseljahre

So geht es weiter

Egal, wie viele oder wie wenig Symptome Du in den anderen Kategorien hast: ich rate Dir das komplette 6 Wochenprogramm (3 Wochen Eliminierung von Nahrungsmitteln, 3 Wochen sukzessive Wiedereinführung) zu absolvieren und nach und nach alle anderen „Störenfriede“ anzugehen: Östrogendominanz, (Fleisch, Alkohol), Insulinresistenz (Zucker), Leptinresistenz (Fructose), ein chronischer Cortisolüberschuss (Koffein, Stressbewältigung), Schildrüsenträgheit (Weizen- und Getreideprodukte), Wachstumshormone (Milchprodukte).

Lese Dir die anderen Kategorien durch und setze sie in Deinem Tempo und in Deiner Reihenfolge um. Oder vereinbare gleich einen Beratungstermin. Zusammen können wir dann überlegen, ob wir in einer intensiven Einzelstunde oder einem Kurzpaket zusammen einen Plan für Dich erstellen und umsetzen.

Oder ob Du das komplette „Hormon-Reset Programm“ (insgesamt 6 Wochen) unter meiner Anleitung durchführen möchtest. Dies ist kein Standard-Programm und wird daher genau auf Dich zugeschnitten.

Egal, wofür Du Dich entscheidest: Du hast den 1. Schritt gemacht und gezeigt. Das ist der wichtigste Schritt, aber oft auch der Schwierigste.